Information des Veterinäramtes

Information des Veterinäramtes
(Landratsamt Bad Kissingen)

Aujeszky beim Schwarzwild

Bei den letzten Monitoringuntersuchungen auf Schweinepest und Aujeszky (Ak)  bei Wildschweinen ergaben sich im Raum Hammelburg 5 und Raum Wildflecken 1 positiver Ak- Befund(e). Das Ak Virus gefährdet die Haustiere und vor allem Jagdhunde, die direkten Kontakt zu  Ak-positiven Wildschweinen haben.

Die Erkrankung ist für die Hunde absolut tödlich.

Um einer Ausbreitung der Ak in unserem Landkreis vorzubeugen, ist es wichtig, den Kontakt der Jagdhunde mit Wildschweinen zu minimieren. Es ist deshalb besonders auf die Hygiene und die unschädliche Beseitigung vom Aufbruch zu achten. Ein Aufbrechen im Revier sollte daher unbedingt unterbleiben, bzw. sollte das Aufbrechen auf einem besonderen Platz vorgenommen werden, der eine Desinfektion und Reinigung  ermöglichen kann.

Die Hunde sind  von den erlegten Wildschweinen fernzuhalten, um eine mögliche Infektion zu verhindern.

Der Vorstand bittet um Kenntnisnahme und entsprechende Beachtung.

Autohaus Pfister

Liebe Mitglieder,

wir möchten Ihnen mitteilen, dass das Autohaus Pfister in Obersfeld nunmehr auch LADA-Vertragshändler ist und die allseits bekannten Geländefahrzeuge für den Jagd- und Forsteinsatz vertreibt. Mehr unter www.auto-pfister.de

Autohaus Pfister

SUZUKI-Servicepartner seit 1987

LADA-Servicepartner seit 2012

KFZ-Meisterbetrieb mit Reparaturen aller Marken

Obersfelderstraße 46
97776 Obersfeld
Tel. 09350 / 90 900 56
Fax. 09350 / 90 900 57

Befreiung von der Mitgliedschaft

Befreiung von der Mitgliedschaft in Jagdgenossenschaft
aus ethischen Gründen

Liebe Mitglieder,

wir bitten im Zusammenhang mit unseren Beiträgen „Deutsches Reviersystem unter Beschuss I und II“ (siehe unten) um Kenntnisnahme der nachfolgenden gerichtlichen Entscheidung.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30. Januar 2013 in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes der Auffassung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR – Urteil vom 26.6.2012 in der Sache „Herrmann“) Rechnung getragen, wonach die gesetzliche Mitgliedschaft eines Grundeigentümers, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, in einer Jagdgenossenschaft gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verstößt.
Im Bundesjagdgesetz ist vorgesehen, dass Eigentümer von Grundflächen eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks eine Jagdgenossenschaft bilden. Diese organisiert die Jagdausübung auf diesen Grundstücken. Der Kläger in dem jetzt vom BayVGH entschiedenen Eilverfahren lehnt – ebenso wie der Kläger in dem vom EGMR entschiedenen Fall – die Jagd aus ethischen Gründen ab. Das Verwaltungsgericht Würzburg hat seine Klage auf Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft und auf Einschränkung der Jagd auf seinem Grundstück abgewiesen. Der BayVGH hat nun zur Abwendung der Fortdauer des Verstoßes gegen die EMRK eine vorübergehende Regelung zu Gunsten des Antragstellers getroffen.

Der BayVGH setzt die Auffassung des EGMR um, wonach die Einbindung in eine Jagdgenossenschaft für einen Grundeigentümer, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, eine unverhältnismäßige Belastung darstellt. Es sei davon auszugehen, dass die Zwangsmitgliedschaft des Antragstellers in der Jagdgenossenschaft und ihre Folgen gegen das Grundgesetz und die Europäische Menschenrechtskonvention verstießen. Die entsprechenden Vorschriften des Bundesjagdgesetzes (insbesondere über die Jagdausübung auf dem Grundstück, über die Beteiligung am Jagdertrag und am jagdgenossenschaftlichen Wildschadensersatzsystem) seien daher vorläufig nicht anzuwenden. Falls die Jagdbehörden Jagdmaßnahmen ausschließlich im Allgemeininteresse anordnen und durchsetzen (insbesondere zur Reduktion überhöhter Wildbestände), würde der BayVGH dies durch eine entsprechende Abänderung seiner einstweiligen Anordnung ermöglichen.
Der Beschluss des BayVGH ist unanfechtbar.

Pressemitteilung Bayerischer Verwaltungsgerichtshof vom 5. Februar 2013, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 30. Januar 2013, Az. 19 AE 12.2123

Freibrief für Rehbockabschuss im Winter?

Liebe Mitglieder,

mit Schreiben vom 11. Februar 2013 hat Staatsminister Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, verfügt, dass ab dem kommenden Jagdjahr 2013/2014 ein fahrlässiger Abschuss von Rehböcken bei allen Jagdarten in der Zeit vom 16. Oktober bis 15. Januar in der Regel nicht mehr als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden soll.

Die Vertreter der Fraktion „Wald vor Wild“ sehen sich bestätigt, andere sind eher skeptisch. Was man davon halten soll, sei jedem selbst überlassen, eines steht aber fest:

Will man die Jagd verantwortungsvoll und waidgerecht ausüben, bleibt ein genaues Ansprechen von Rehwild in den Wintermonaten unerlässlich! Ein Freibrief, Rehböcke auch im Winter unter Feuer zu nehmen, ist diese Ministerialverfügung nicht!

Schießkino in Schweinfurt

Liebe Mitglieder,

wir Alle wissen: Übung macht den Meister! Daher folgende Information bzgl. eines weiteren Schießkinos in Unterfranken.

Hier die Kontaktdaten:

Waffen Albert
Am Stichlein 9
97424 Schweinfurt
Telefon: +49 (0)9721/47 63 453
eMail: info(at)waffen-albert.de

Öffnungszeiten
Montags – Freitag
09:00 – 18:00 Uhr
Mittwochs Geschlossen
Samstag 09:00 – 13:00

Jagdschein und Pachtvertrag

Das Verwaltungsgericht Potsdam entschied mit Urteil vom 31.05.2013, Az. 4 K 1981/11, dass eine Pachtvertrag erlischt, wenn der Jagdschein des Revierpächters abgelaufen ist und der Pächter die Voraussetzungen zur Erteilung eines neuen Jagscheins nicht fristgemäß erfüllt.

Nach § 13 Satz 2 Bundesjagdgesetz (BJagdG) erlischt der Jagdpachtvertrag, wenn die Gültigkeitsdauer des Jagdscheines abgelaufen ist und der Pächter die Voraussetzungen für die Erteilung eines neuen Jagdscheines nicht fristgemäß erfüllt. Hier war die Gültigkeitsdauer des Jagdscheins des Klägers am 1. April 2011 abgelaufen, da der Kläger zuvor keinen Antrag auf Verlängerung seines Jagdscheins gestellt hat. Entgegen der Auffassung des Klägers ist in einer Mail unabhängig von der Form kein wirksamer Antrag zu sehen. U. a. waren der E-Mail nicht die Nachweise beigefügt, dass die für die Verlängerung des Jagdscheines erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere fehlte der nach § 17 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG erforderliche Nachweis des Versicherungsschutzes.

Jäger im Schußfeld der Medien

Schluß mit tendenziöser Berichterstattung beim ZDF!

Das ZDF strahlte am 19.01.2014 eine Sendung aus, die den Titel „Jäger in der Falle“ trug. Kernaussage dieser Sendung ist, dass die Jäger das Wild im Wald füttern, hegen und pflegen, um genügend „Kanonenfutter“ für ihr Hobby zu haben.

Unter dem nachfolgend genannten Link kann man in der ZDF Mediathek das Filmchen herunterladen und sich ansehen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/suche/J%C3%A4ger%20in%20der%20Falle

Zu Wort kommen in diesem Beitrag auch der Jäger Max Götzfried und der Chefredakteur der Zeitschrift „JÄGER“, Lucas v. Bothmer. Man halte ihnen zugute, dass sie nicht in der Sendung aufgetreten wären, hätten sie im Vorfeld gewußt, worum es genau ging.

Max Götzfried startet als Gegenmaßnahme zu der sehr einseitigen und für uns Jäger sehr negativen Berichterstattung nun eine Petition, die sich gegen die Fernsehsendung und den Sender richtet. Man kann Online seine „Unterschrift“ abgeben und auch anonym bleiben, wenn man das möchte. Dazu bitte einfach dem unten genannten Link folgen.

https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-tendenzioeser-berichterstattung-beim-zdf

Es zeigt sich einmal mehr: Vorsicht beim Umgang mit Medien!

Ob im Internet, im Fernsehen oder bei der Lokalzeitung, hier ist Zurückhaltung gefragt. Man weiß nie, was die Journalisten und Schreiberlinge aus den eigenen Aussagen machen. Sind sie einmal veröffentlicht, ist es meist schon zu spät.

Afrikanische Schweinepest

Afrikanische Schweinepest in Polen und Litauen

http://www.schweine.net/images/155-5521.jpg

In Polen und Litauen wurden bei einzelnen Wildschweinen Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine) mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und hoher Sterblichkeit (Mortalität). Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus (Virus der Afrikanischen Schweinepest, ASPV). Sie kann klinisch nicht von der klassischen Schweinepest unterschieden werden.
Für den Menschen und andere Haustierarten ist nach Angaben des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit  die Klassische Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko! (www.tierseucheninfo.niedersachsen.de)
In Deutschland ist die ASP eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird nach der „Verordnung zum Schutz gegen die (klassische) Schweinepest und Afrikanische Schweinepest“ (Schweinepest-VO) bekämpft.

Alle damit verbundenen Bekämpfungs- und Tilgungsmaßnahmen beruhen auf klassischen Seuchenbekämpfungsmethoden,
einschließlich Überwachung, frühes Erkennen der Erkrankung, epidemiologische Untersuchung, Rückverfolgung der Schweine und Keulung befallener Betriebe. Diese Maßnahmen werden mit strengen Quarantäne- und Biosicherheitsmaßnahmen in Hausschweinebetrieben und der Kontrolle der Verbringung von Tieren kombiniert. Impfungen gegen die ASP sind nach § 2 der Schweinepest-VO verboten.

Maßnahmen in Bayern:
Am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wird derzeit ein Konzept für Bayern entwickelt, das zwei Säulen der ASP-Seuchenprävention umfasst:

1. Verstärkte Untersuchung von Wildschweinen, insbesondere im Osten Bayerns entlang der tschechischen Grenze (virologische Untersuchung von Blutproben krank erlegter oder verendeter Wildschweine);

2. Verstärkte Überwachung von Freilandhaltungen von Hausschweinen in Bezug auf die Einhaltung der Vorschriften der Schweinehaltungshygieneverordnung (Biosicherheitsmaßnahmen, Verhinderung des Kontakts Haus- und Wildschwein).

Die genannten Maßnahmen werden zeitnah ab Anfang März 2014 umgesetzt.

JAGD- und SCHONZEITEN für WILDGÄNSE

Liebe Mitglieder,

das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gab mit Schreiben vom 15.07.2014 folgendes bekannt:

Jagd- und Schonzeiten für Wildgänse

nilgans
Nilgans
graugans
Graugans
kanadagans
Kanadagans

 

 

 

 

 

Aus aktuellem Anlass machen wir Sie darauf aufmerksam, dass in Bayern die Nilgans dem Jagdrecht mit einer Jagdzeit unterstellt wurde (§§ 18 Nr. 2, 19 Abs. 3 Satz 2 (neu) AVBayJG). Zusätzlich wurden die Jagdzeiten von Grau-und Kanadagans angepasst (§ 19 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. g) AVBayJG). Die Jagdzeit wurde für alle 3 Arten einheitlich vom 1. August bis 15. Januar festgelegt. Diese Änderungen treten am 01.08.2014 in Kraft. Die Verordnungsänderung wird in Kürze im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt (Nr. 13, 2014) veröffentlicht werden.

Die Vorstandschaft wünscht guten Anflug und Waidmann´s Heil!

Null-Promille-Grenze für Jäger

Ein Jäger aus Köln hat seinen Waffenschein endgültig verloren, weil er alkoholisiert geschossen hat. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies die Revision des Mannes gegen die vorinstanzlichen Urteile ab und bestätigte damit die Entscheidung der Polizei, die ihm die Waffenbesitzkarte entzogen hatte.

Jäger mit einem Gewehr | Bildquelle: dpa

Bei der Jagd setzen die Bundesverwaltungsrichter auf eine Null-Promille-Vorgabe.

Der Jäger hatte zwei Gläser Rotwein und ein Glas Wodka getrunken, als er sich auf seinen Hochsitz begab und von dort aus einen Rehbock erlegte. Auf der Heimfahrt stoppte ihn die Polizei und stellte bei einem Alkoholtest einen Wert von 0,47 Promille fest – bei einer weiteren Kontrolle auf der Wache waren es schließlich 0,39 Promille. Mit diesem Verhalten habe sich der Kläger als unzuverlässig im Sinne des Waffenrechts erwiesen, befand die Polizei daraufhin und nahm ihm den Waffenschein ab. Dagegen hatte der Jäger bereits in den Vorinstanzen vergeblich geklagt.

Das Bundesverwaltungsgericht machte in seiner Begründung deutlich, dass nur solche Personen Schusswaffen gebrauchen dürfen, die damit vorsichtig und sachgemäß umgehen. Dazu gehöre es, Waffen nur in die Hand zu nehmen, wenn der Betreffende nüchtern sei und sicher sein könne, niemanden durch alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zu gefährden.

Ob der Jäger im konkreten Fall tatsächlich Ausfallerscheinungen gezeigt habe, sei unerheblich. Entscheidend sei vielmehr, dass er die schlechtere Reaktionsgeschwindigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit riskiert habe. Die waffenrechtliche Zuverlässigkeit setze aber voraus, Risiken mit einer potenziellen Gefährdung anderer Menschen strikt zu vermeiden. Wer solche Risiken durch Alkoholkonsum vor dem Einsatz einer Schusswaffe eingehe, verdiene das Vertrauen nicht mehr, dass er mit Waffen und Munition ordnungsgemäß umgehe.

 Aktenzeichen: BVerwG 6 C 30.13