Willkommen auf der Startseite
 

Auf dieser Internetseite informiert der Bayerische Jagdverband e.V., Kreisgruppe Karlstadt (BJV Karlstadt), zeitnah über anstehende Aktivitäten, bzw. veröffentlicht Interessantes und Wissenswertes für alle Mitglieder. Insoweit wird um Mithilfe und Anregungen der Mitglieder gebeten. Ebenso sind Verbesserungsvorschläge und Kritik ausdrücklich erwünscht.

 

Viel Spaß beim Stöbern auf der Website des BJV Karlstadt!

 

Ihr Ansprechpartner:

Herr Dr. iur. Maximilian Kunz

Arnsteiner Strasse 9

97753 Karlstadt

Telefon: 09353/984630

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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Für alle Liebhaber von Wildbret bieten Jäger und Mitglieder unserer Kreisgruppe unter der Rubrik "Wildbretbörse" erstklassiges Wildbret aus heimischem Revier an. Schauen Sie einfach mal vorbei!

 

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Wir dürfen als neue Mitglieder Herrn Marco Zankl aus Hundsbach und Herrn Roland Firsching aus Niederwerrn in der Kreisgruppe begrüßen. Allzeit guten Anlauf und Waidmannsheil!

 

 

Kontrolle Waffenschrank

 

Liebe Mitglieder der Kreisgruppe,

 

wir weisen auf verstärkte Kontrolltätigkeit der Behörden im Zusammenhang mit der Aufbewahrung von Waffen hin.

Bitte stellen Sie sicher, dass alle in Ihrem Besitz befindlichen Jagdwaffen ordnungsgemäß aufbewahrt werden. Die Jagdwaffen, die sich in Ihrem Besitz befinden, müssen mit den Waffen übereinstimmen, die auf Ihrer Waffenbesitzkarte vermerkt sind. Munition muss im Waffenschrank getrennt von den Waffen verwahrt werden. Schlüssel zu einem Waffenschrank mit Schloss sind stets "am Mann" zu tragen.

 

Der Vorstand

 

 

Wildlebensraumberaterin für Unterfranken informiert Landwirte, Jäger und Jagdgenossen

 

Porträtfoto Anne Wischemann

Anne Wischemann

Anne Wischemann ist seit 1. Februar 2015 Wildlebensraumberaterin am Fachzentrum für Agrarökologie am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Karlstadt. Sie ist Ansprechpartnerin für Landwirte, Jäger und Jagdgenossen in ganz Unterfranken. Ihre Aufgabe ist es, Lebensräume für Wildtiere in unserer Agrarlandschaft zu verbessern und zusammen mit den Beteiligten dazu praktikable Lösungen zu finden. Näheres unter:

 

http://www.aelf-ka.bayern.de/landwirtschaft/pflanzenbau/099868/index.php

 

 

 

Amtsgericht Plettenberg: Wildschäden an Maisflächen für Biogasanlagen müssen

nicht immer ausgeglichen werden


Ein Jagdpächter sollte für Wildschaden an einem Maisfeld zahlen. Dagegen wehrte er sich - mit Erfolg. Die Urteilsbegründung dürfte Waidmänner freuen...


Der entstandene, eher geringe Schaden durch die Schwarzkittel entstand im Jahr 2013. Schätzer bezifferten ihn auf rund 360 Euro. Doch der Revierinhaber verweigerte die Zahlung. Daraufhin klagte der Bauer vor dem Amtsgericht Plettenberg (Märkischer Kreis, NRW). Der Jäger argumentierte, dass er laut Pachtvertrag nur für Schäden an 'landwirtschaftlich genutzten Flächen' aufkommen müsse. Da der Landwirt aber mit einem Berufskollegen eine Biogasanlage betreibe und demnach den Mais gewerblich nutze, wäre er von seiner Entschädigungspflicht befreit. Der Argumentation des Agrarökonoms, er hätte ja auch Teile des Mais' an sein Vieh verfüttert, folgte das Gericht nicht. Er konnte nicht nachweisen, wie viel davon als Futter verwendet wurde. Da der Streitwert unter 600 Euro liegt, war eine Berufung nicht zugelassen. Dadurch ist das Urteil rechtskräftig, berichtet der Anwalt des Jägers gegenüber jagderleben. Bei dem Juristen handelt es übrigens um den Präsidenten des Landesjagdverbandes NRW, Ralph Müller-Schallenberg.
Er sagte auch, dass Jagdpächter genau prüfen sollten, welche Klausel in ihren Verträgen verwendet wurde. Muss der Wildschaden nur an landwirtschaftlichen Grundstücken übernommen werden, besteht keine Ersatzpflicht für Wildschäden an Biogasmais. Ist dementsprechend nichts vertraglich festgehalten, gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Das heißt: Der Pächter zahlt für sämtliche Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen, die von Schalenwild verursacht wurden. In diesem, hier angeführten Fall, bleibt nun der Landwirt auf dem Schaden sitzen (Az. 1 C 425/13).

 

 

Liebe Mitglieder,

 

wir weisen Sie auf die Erlebnismesse "JAGD UND FISCHEREI" hin. Näheres erfahren Sie unter dem Link

www.jagdundfischereitage.de

 

Null-Promille-Grenze für Jäger

 

Ein Jäger aus Köln hat seinen Waffenschein endgültig verloren, weil er alkoholisiert geschossen hat. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies die Revision des Mannes gegen die vorinstanzlichen Urteile ab und bestätigte damit die Entscheidung der Polizei, die ihm die Waffenbesitzkarte entzogen hatte.

 

Jäger mit einem Gewehr | Bildquelle: dpa

Bei der Jagd setzen die Bundesverwaltungsrichter auf eine Null-Promille-Vorgabe.

Der Jäger hatte zwei Gläser Rotwein und ein Glas Wodka getrunken, als er sich auf seinen Hochsitz begab und von dort aus einen Rehbock erlegte. Auf der Heimfahrt stoppte ihn die Polizei und stellte bei einem Alkoholtest einen Wert von 0,47 Promille fest - bei einer weiteren Kontrolle auf der Wache waren es schließlich 0,39 Promille. Mit diesem Verhalten habe sich der Kläger als unzuverlässig im Sinne des Waffenrechts erwiesen, befand die Polizei daraufhin und nahm ihm den Waffenschein ab. Dagegen hatte der Jäger bereits in den Vorinstanzen vergeblich geklagt.

 

Das Bundesverwaltungsgericht machte in seiner Begründung deutlich, dass nur solche Personen Schusswaffen gebrauchen dürfen, die damit vorsichtig und sachgemäß umgehen. Dazu gehöre es, Waffen nur in die Hand zu nehmen, wenn der Betreffende nüchtern sei und sicher sein könne, niemanden durch alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zu gefährden.

 

Ob der Jäger im konkreten Fall tatsächlich Ausfallerscheinungen gezeigt habe, sei unerheblich. Entscheidend sei vielmehr, dass er die schlechtere Reaktionsgeschwindigkeit und Wahrnehmungsfähigkeit riskiert habe. Die waffenrechtliche Zuverlässigkeit setze aber voraus, Risiken mit einer potenziellen Gefährdung anderer Menschen strikt zu vermeiden. Wer solche Risiken durch Alkoholkonsum vor dem Einsatz einer Schusswaffe eingehe, verdiene das Vertrauen nicht mehr, dass er mit Waffen und Munition ordnungsgemäß umgehe.

 

Aktenzeichen: BVerwG 6 C 30.13

 

 

JAGD- und SCHONZEITEN für WILDGÄNSE

 


      

                    Nilgans                                                  Graugans                                                 Kanadagans

Liebe Mitglieder,
das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gab mit Schreiben vom 15.07.2014 folgendes bekannt:
Jagd- und Schonzeiten für Wildgänse
Sehr geehrte Damen und Herren,
aus aktuellem Anlass machen wir Sie darauf aufmerksam, dass in Bayern die Nilgans dem Jagdrecht mit einer Jagdzeit unterstellt wurde (§§ 18 Nr. 2, 19 Abs. 3 Satz 2 (neu) AVBayJG). Zusätzlich wurden die Jagdzeiten von Grau- und Kanadagans angepasst (§ 19 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. g) AVBayJG). Die Jagdzeit wurde für alle 3 Arten einheitlich vom 1. August bis 15. Januar festgelegt. Diese Änderungen treten am 01.08.2014 in Kraft. Die Verordnungsänderung wird in Kürze im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt (Nr. 13, 2014) veröffentlicht werden.
Die Vorstandschaft wünscht guten Anflug und Waidmann´s Heil!

                                  

Nachsuchengespann

Liebe Mitglieder,
wir freuen uns, mitteilen zu können, dass sich Herr Albrecht Zöller aus Rottendorf mit seiner geprüften Teckelhündin als Nachsuchengepann für unsere Kreisgruppe zur Verfügung gestellt hat. Sie erreichen Herrn Zöller im Fall der Fälle unter folgendem Kontakt:
Albrecht Zöller
0171/3821402
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Afrikanische Schweinepest in Polen und Litauen

http://www.schweine.net/images/155-5521.jpg
In Polen und Litauen wurden bei einzelnen Wildschweinen Fälle der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen.

 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Schweine (Haus- und Wildschweine) mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit (Morbidität) und hoher Sterblichkeit (Mortalität). Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus (Virus der Afrikanischen Schweinepest, ASPV). Sie kann klinisch nicht von der klassischen Schweinepest unterschieden werden.

 

Für den Menschen und andere Haustierarten ist nach Angaben des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit  die Klassische Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko! (www.tierseucheninfo.niedersachsen.de)

In Deutschland ist die ASP eine anzeigepflichtige Tierseuche und wird nach der „Verordnung zum Schutz gegen die
(klassische) Schweinepest und Afrikanische Schweinepest“ (Schweinepest-VO) bekämpft.
Alle damit verbundenen Bekämpfungs- und Tilgungsmaßnahmen beruhen auf klassischen Seuchenbekämpfungsmethoden,
einschließlich Überwachung, frühes Erkennen der Erkrankung, epidemiologische Untersuchung, Rückverfolgung der Schweine und Keulung befallener Betriebe. Diese Maßnahmen werden mit strengen Quarantäne- und Biosicherheitsmaß-
nahmen in Hausschweinebetrieben und der Kontrolle der Verbringung von Tieren kombiniert. Impfungen gegen die ASP sind nach § 2 der Schweinepest-VO verboten.
Maßnahmen in Bayern:
Am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wird derzeit ein Konzept für Bayern entwickelt,
das zwei Säulen der ASP-Seuchenprävention umfasst:
1. Verstärkte Untersuchung von Wildschweinen, insbesondere im Osten Bayerns entlang der tschechischen Grenze (virologische Untersuchung von Blutproben krank erlegter oder verendeter Wildschweine);
2. Verstärkte Überwachung von Freilandhaltungen von Hausschweinen in Bezug auf die Einhaltung der Vorschriften der
Schweinehaltungshygieneverordnung (Biosicherheitsmaßnahmen, Verhinderung des Kontakts Haus- und Wildschwein).
Die genannten Maßnahmen werden zeitnah ab Anfang März 2014 umgesetzt.

 

 

Jäger im Schußfeld der Medien

 

Schluß mit tendenziöser Berichterstattung beim ZDF!

 

Das ZDF strahlte am 19.01.2014 eine Sendung aus, die den Titel "Jäger in der Falle" trug. Kernaussage dieser Sendung ist, dass die Jäger das Wild im Wald füttern, hegen und pflegen, um genügend "Kanonenfutter" für ihr Hobby zu haben.

 

Unter dem nachfolgend genannten Link kann man in der ZDF Mediathek das Filmchen herunterladen und sich ansehen.

 

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/suche/J%C3%A4ger%20in%20der%20Falle

 

Zu Wort kommen in diesem Beitrag auch der Jäger Max Götzfried und der Chefredakteur der Zeitschrift "JÄGER", Lucas v. Bothmer. Man halte ihnen zugute, dass sie nicht in der Sendung aufgetreten wären, hätten sie im Vorfeld gewußt, worum es genau ging.

 

Max Götzfried startet als Gegenmaßnahme zu der sehr einseitigen und für uns Jäger sehr negativen Berichterstattung nun eine Petition, die sich gegen die Fernsehsendung und den Sender richtet. Man kann Online seine „Unterschrift“ abgeben und auch anonym bleiben, wenn man das möchte. Dazu bitte einfach dem unten genannten Link folgen.

 

https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-tendenzioeser-berichterstattung-beim-zdf

 

Es zeigt sich einmal mehr: Vorsicht beim Umgang mit Medien!

 

Ob im Internet, im Fernsehen oder bei der Lokalzeitung, hier ist Zurückhaltung gefragt. Man weiß nie, was die Journalisten und Schreiberlinge aus den eigenen Aussagen machen. Sind sie einmal veröffentlicht, ist es meist schon zu spät.

 

 

Jagdschein und Pachtvertrag

 

Das Verwaltungsgericht Potsdam entschied mit Urteil vom 31.05.2013, Az. 4 K 1981/11, dass eine Pachtvertrag erlischt, wenn der Jagdschein des Revierpächters abgelaufen ist und der Pächter die Voraussetzungen zur Erteilung eines neuen Jagscheins nicht fristgemäß erfüllt.

 

Nach § 13 Satz 2 Bundesjagdgesetz (BJagdG) erlischt der Jagdpachtvertrag, wenn die Gültigkeitsdauer des Jagdscheines abgelaufen ist und der Pächter die Voraussetzungen für die Erteilung eines neuen Jagdscheines nicht fristgemäß erfüllt. Hier war die Gültigkeitsdauer des Jagdscheins des Klägers am 1. April 2011 abgelaufen, da der Kläger zuvor keinen Antrag auf Verlängerung seines Jagdscheins gestellt hat. Entgegen der Auffassung des Klägers ist in einer Mail unabhängig von der Form kein wirksamer Antrag zu sehen. U. a. waren der E-Mail nicht die Nachweise beigefügt, dass die für die Verlängerung des Jagdscheines erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere fehlte der nach § 17 Abs. 1 Nr. 4 BJagdG erforderliche Nachweis des Versicherungsschutzes.

 

 

Schießkino in Schweinfurt

 

Liebe Mitglieder,

 

wir Alle wissen: Übung macht den Meister! Daher folgende Information bzgl. eines weiteren Schießkinos in Unterfranken.

Hier die Kontaktdaten:

 

Waffen Albert
Am Stichlein 9
97424 Schweinfurt


emai: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Telefon: +49 (0)9721/47 63 453

 

Öffnungszeiten:

Montags - Freitag

09:00 - 18:00 Uhr

Mittwochs Geschlossen

Samstag 09:00 - 13:00

 


 

Freibrief für Rehbockabschuss im Winter?

 

Liebe Mitglieder,

 

mit Schreiben vom 11. Februar 2013 hat Staatsminister Brunner, Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, verfügt, dass ab dem kommenden Jagdjahr 2013/2014 ein fahrlässiger Abschuss von Rehböcken bei allen Jagdarten in der Zeit vom 16. Oktober bis 15. Januar in der Regel nicht mehr als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden soll.

 

Die Vertreter der Fraktion "Wald vor Wild" sehen sich bestätigt, andere sind eher skeptisch. Was man davon halten soll, sei jedem selbst überlassen, eines steht aber fest:

 

Will man die Jagd verantwortungsvoll und waidgerecht ausüben, bleibt ein genaues Ansprechen von Rehwild in den Wintermonaten unerlässlich! Ein Freibrief, Rehböcke auch im Winter unter Feuer zu nehmen, ist diese Ministerialverfügung nicht!

 

Befreiung von Mitgliedschaft in Jagdgenossenschaft aus ethischen Gründen

 

 

Liebe Mitglieder,

 

wir bitten im Zusammenhang mit unseren Beiträgen "Deutsches Reviersystem unter Beschuss I und II" (siehe unten) um Kenntnisnahme der nachfolgenden gerichtlichen Entscheidung.

 

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat mit Beschluss vom 30. Januar 2013 in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes der Auffassung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR – Urteil vom 26.6.2012 in der Sache „Herrmann“) Rechnung getragen, wonach die gesetzliche Mitgliedschaft eines Grundeigentümers, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, in einer Jagdgenossenschaft gegen die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) verstößt.


Im Bundesjagdgesetz ist vorgesehen, dass Eigentümer von Grundflächen eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks eine Jagdgenossenschaft bilden. Diese organisiert die Jagdausübung auf diesen Grundstücken. Der Kläger in dem jetzt vom BayVGH entschiedenen Eilverfahren lehnt – ebenso wie der Kläger in dem vom EGMR entschiedenen Fall – die Jagd aus ethischen Gründen ab. Das Verwaltungsgericht Würzburg hat seine Klage auf Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft und auf Einschränkung der Jagd auf seinem Grundstück abgewiesen. Der BayVGH hat nun zur Abwendung der Fortdauer des Verstoßes gegen die EMRK eine vorübergehende Regelung zu Gunsten des Antragstellers getroffen.

 

Der BayVGH setzt die Auffassung des EGMR um, wonach die Einbindung in eine Jagdgenossenschaft für einen Grundeigentümer, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt, eine unverhältnismäßige Belastung darstellt. Es sei davon auszugehen, dass die Zwangsmitgliedschaft des Antragstellers in der Jagdgenossenschaft und ihre Folgen gegen das Grundgesetz und die Europäische Menschenrechtskonvention verstießen. Die entsprechenden Vorschriften des Bundesjagdgesetzes (insbesondere über die Jagdausübung auf dem Grundstück, über die Beteiligung am Jagdertrag und am jagdgenossenschaftlichen Wildschadensersatzsystem) seien daher vorläufig nicht anzuwenden. Falls die Jagdbehörden Jagdmaßnahmen ausschließlich im Allgemeininteresse anordnen und durchsetzen (insbesondere zur Reduktion überhöhter Wildbestände), würde der BayVGH dies durch eine entsprechende Abänderung seiner einstweiligen Anordnung ermöglichen.
Der Beschluss des BayVGH ist unanfechtbar.

Pressemitteilung Bayerischer Verwaltungsgerichtshof vom 5. Februar 2013, Bayer. Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 30. Januar 2013, Az. 19 AE 12.2123

 

Liebe Mitglieder,

 

wir möchten Ihnen mitteilen, dass das Autohaus Pfister in Obersfeld nunmehr auch LADA-Vertragshändler ist und die allseits bekannten Geländefahrzeuge für den Jagd- und Forsteinsatz vertreibt. Mehr unter www.auto-pfister.de

 

Auto Pfister 

SUZUKI-Servicepartner seit 1987

LADA-Servicepartner seit 2012

KFZ-Meisterbetrieb mit Reparaturen aller Marken

 

Obersfelderstraße 46

97776 Obersfeld

 

Tel. 09350 / 90 900 56

Fax. 09350 / 90 900 57

 


Information des Veterinäramtes


(Landratsamt Bad Kissingen)

 

Aujeszky beim Schwarzwild

 

Bei den letzten Monitoringuntersuchungen auf Schweinepest und Aujeszky (Ak)  bei Wildschweinen ergaben sich im Raum Hammelburg 5 und Raum Wildflecken 1 positiver Ak- Befund(e). Das Ak Virus gefährdet die Haustiere und vor allem Jagdhunde, die direkten Kontakt zu  Ak-positiven Wildschweinen haben.

 

Die Erkrankung ist für die Hunde absolut tödlich.

 

Um einer Ausbreitung der Ak in unserem Landkreis vorzubeugen, ist es wichtig, den Kontakt der Jagdhunde mit Wildschweinen zu minimieren. Es ist deshalb besonders auf die Hygiene und die unschädliche Beseitigung vom Aufbruch zu achten. Ein Aufbrechen im Revier sollte daher unbedingt unterbleiben, bzw. sollte das Aufbrechen auf einem besonderen Platz vorgenommen werden, der eine Desinfektion und Reinigung  ermöglichen kann.

 

Die Hunde sind  von den erlegten Wildschweinen fernzuhalten, um eine mögliche Infektion zu verhindern.

 

Der Vorstand bittet um Kenntnisnahme und entsprechende Beachtung.

 

 

Hubertuserklärung des BJV

 

 

 

Liebe Mitglieder,

 

wir machen auf die sog. "Hubertuserklärung" des BJV aufmerksam, der im Rahmen einer Bürgerallianz auf die Situation unseres Wildes aufmerksam machen möchte und alle Mitglieder bittet, für diese Erklärung Unterschriften zu sammeln. Sämtliche Informationen, Vordrucke für Unterschriftenlisten und Hintergründe finden sich unter www.klageruf-des-wildes.de oder unter www.hubertuserklärung.de. Wir bitten um Ihre Unterstützung.

 

Auszug:

 

"Präambel

 

„Klageruf des Wildes“ ist eine ernstzunehmende Mahnung. Warum klagt unser Wild? Weil unsere Wildtiere zunehmend als Schädlinge stigmatisiert werden und damit einer Ideologie zum Opfer fallen. Weil ihnen immer weniger Lebensraum zur Verfügung steht und leider auch zugestanden wird. Doch das kann und soll nicht so weiter gehen. Vielmehr ist es Zeit für einen neuen Umgang mit unserem Wild. Ein Perspektivenwechsel ist notwendig. Wild ist kein Schädling, sondern eine Bereicherung. Jagd ist kein Totschießen, sondern echtes und uraltes Handwerk.

 

Nach dem Bundesjagdgesetz ist mit dem Jagdrecht die Pflicht zur Hege verbunden. § 1 Abs. (2) Bundesjagdgesetz bestimmt daher, „die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen (…) Die Hege muss so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden.“

 

Hege kann insofern nach heutiger Formulierung als „Wildtiermanagement“ begriffen werden. Dabei müssen unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden, ganz besonders auch die des Wildes, denn es kann für sich selbst nicht Partei ergreifen. Jagd bedeutet in diesem Zusammenhang Anwaltschaft für unser heimisches Wild, das auf unsere Hilfe angewiesen ist. Intelligente und tierschutzgerechte Managementkonzepte für Wildtiere sind deshalb die Hege von Morgen und Garanten für eine waidgerechte Jagd.

 Der Bayerische Jagdverband (BJV) und die Unterzeichner sprechen sich gemeinsam für einen modernen Hegebegriff aus, der intelligente und tierschutzgerechte Managementkonzepte für Wildtiere berücksichtigt.

Folgende Grundsätze sind hierbei ausschlaggebend:

 

Unsere heimischen Wildtiere

 

• sind Teil der Schöpfung:

 

Unsere natürliche Umwelt ist faszinierend und erschließt sich uns oft umso mehr, je deutlicher wir uns selbst als Teil davon erkennen. Wildtiere sind wie wir ein Teil der Schöpfung und nehmen in ihr einen wichtigen Platz ein. Der Mensch übernimmt hierbei zum großen Teil die Verantwortung für seine Mitgeschöpfe und sollte sich heute mehr denn je aktiv für sie und ihre Bedürfnisse einsetzen.

 

• sind Ureinwohner unser bayerischen Heimat:

 

Wildtiere gehören zu unserer Artenvielfalt (Biodiversität) und zum gesamten Ökosystem Erde. Unsere bayerische Heimat hat ihre spezielle „Flora & Fauna“ und Wildtiere sind dabei als Ureinwohner ein unschätzbarer und wichtiger Bestandteil, auch der Landeskultur. Art. 1 Abs. 1 des Bayerischen Jagdgesetzes formuliert zudem: „Die freilebende Tierwelt ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Natur. Sie ist als Teil des natürlichen Wirkungsgefüges in ihrer Vielfalt zu bewahren.“

 

• sollen erlebbar bleiben:

 

Auch künftige Generationen sollen unsere Wildtiere kennen und schätzen lernen können. Dafür ist die Pflege und Sicherung der Lebensgrundlagen unseres Wildes oberstes Gebot. Langfristige und nachhaltige Konzepte im Umgang mit unseren Wildtieren und ihrem Lebensraum sind daher stetig fortzuentwickeln.

 

• brauchen artgerechten Lebensraum:

 

In unserer dichtbesiedelten und stark genutzten Kulturlandschaft sind artgerechte Lebensräume für unsere Wildtiere von existenzsichernder Bedeutung. Wildtiere brauchen Rückzugsgebiete, in denen Ruhe und Sicherheit herrscht, Flächen, auf denen sie Nahrung finden und vor allem vernetzte Lebensräume, die ihre natürlichen Verhaltensmuster berücksichtigen können. Diese Voraussetzungen sind Grundbedingungen für angepasste, artenreiche und gesunde Wildbestände (Populationen).

 

 

brauchen eine breite Bürgerallianz, um zu überleben:

 

In unserer heutigen zivilen Gesellschaft mit all ihren Herausforderungen und Partikularinteressen brauchen Wildtiere mehr denn je eine umfassende Vertretung ihrer Bedürfnisse. Die Akzeptanz und Unterstützung einer breiten Bürgerallianz ist dabei von großer und nicht zu unterschätzender Bedeutung. ..."

 

 

Apfeltrester kostenlos

 

Liebe Mitglieder,

 

die Firma

 

Kaffeemittelfabrik und Früchteverwertung
Adam Bauermees
Inh. Josef Bauermees
Sanderaustraße 3-5
97225 Zellingen

Telefon: 09364/9907
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

stellt kostenlos für alle Mitglieder der Kreisgruppe (Revierpächter) Apfeltrester zur Selbstabholung zur Verfügung. Bitte setzen Sie sich unter oben genannter Adresse bzw. Telefonnummer mit der Firma Bauermees in Verbindung.

 

Wir danken der Firma Bauermees für ihr Engagement und ihre Freigiebigkeit!

 

Deutsches Reviersystem unter Beschuss II

 

Liebe Mitglieder,

 

das Landratsamt MSP hat zu dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 26.06.2012 (Verhältnis von Grundstückseigentum und Jagdausübungsrecht, siehe unten Deutsches Reviersystem unter Beschuss I) mit einem Schreiben vom 13.09.2012 an alle Jagdvorsteher der Jagdgenossenschaften Stellung genommen.

 

Die Kernaussage lautet: Das Urteil verändert die Rechtslage in Deutschland nicht unmittelbar. Der EGMR hat keine Verwerfungskompetenz im Hinblick auf nationale Vorschriften. Bis zu einer Änderung des deutschen Jagdgesetzes gelten die aktuellen Vorschriften fort. Solange die Rechtslage kein Ausscheiden aus der Jagdgenossenschaft zulässt, kann keine Umsetzung des Urteils im Verwaltungsvollzug stattfinden.

 

Sollten Anträge auf Ausscheiden aus der Jagdgenossenschaft bzw. Befriedeterklärungen eingehen, bittet das Landratsamt um Zusendung und Information der Jagdpächter.

 

Ansprechpartner:

 

Landratsamt Main-Spessart

Herr Werner Ühlein

Bodelschwinghstraße 83

97753 Karlstadt

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

 

Deutsches Reviersystem unter Beschuss I


Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in einem 26.06.2012 verkündeten Urteil entschieden, dass im Fall eines Grundstückseigentümers und Jagdgegners aus Rheinland-Pfalz die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt werde.

 

 

 

 

Im (rechtskräftigen) Urteil der Großen Kammer im Verfahren Herrmann gegen Deutschland (Beschwerdenummer 9300/07) stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eine Verletzung von Artikel 1 Protokoll Nr. 1 (Schutz des Eigentums) zur Menschenrechtskonvention (EMRK) fest. Das Verfahren betraf die Beschwerde eines Grundstückseigentümers darüber, dass er die Jagd auf seinem Land dulden muss, obwohl er sie aus ethischen Gründen ablehne. Der Gerichtshof befand insbesondere, dass diese Verpflichtung Grundstücksbesitzern in Deutschland, die die Jagd ablehnen, eine unverhältnismäßige Belastung auferlege. Damit folgte der Gerichtshof seinen Schlussfolgerungen in zwei früheren Urteilen, die das Jagdrecht in Frankreich und Luxemburg betrafen. Der Beschwerdeführer war in Deutschland in allen Instanzen – bis hin zum Bundesverfassungsgericht – unterlegen. Daraufhin hat er Beschwerde zum EGMR erhoben. Am 20. Januar 2011 hatte der Gerichtshof bereits entschieden, dass kein Verstoß gegen die Grundrechte vorlag. Dies hat die Große Kammer nunmehr anders gesehen.


Sie entschied, dass mit der gesetzlichen Mitgliedschaft in der Jagdgenossenschaft das Grundrecht auf Schutz des Eigentums verletzt werde. Der Gerichtshof hat aber das Reviersystem mit der Hegeverpflichtung und dem Prinzip der flächendeckenden Bejagung nicht grundsätzlich für unvereinbar mit der Menschenrechtskonvention erklärt.

 

Eine Beseitigung des bewährten Reviersystems hätte fatale Folgen für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Jagd. Sie würde die Bemühungen der Jäger um eine nachhaltige Hege zerstören. Die Beseitigung  des Reviersystems fordert der EGMR aber gerade nicht. Die Regierung von Bund und Ländern ist nun aufgefordert, das Urteil genau zu analysieren und die Auswirkungen auszuloten. 

 

 
Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln

 

Liebe Mitglieder der Kreisgruppe,

 

alle Jägerinnen und Jäger, die Wildbret an Lebensmittelunternehmen,  wie  z.B. Metzgereien, Gastwirtschaften, Restaurants oder Wildhändler abgeben, haben ab dem 01.07.2012 die neue Durchführungsverordnung EU Nr. 931 / 2011 Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln zu beachten. Der Vorstand der Kreisgruppe weist hierauf ausdrücklich hin. Ziel dieser Verordnung ist die Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit der Herkunft eines Lebensmittels zurück bis zum Erzeuger.

 

Nicht (!) von dieser Verordnung betroffen sind Jägerinnen und Jäger bei der sog. Kleinabgabe direkt an den Endverbraucher (Privathaushalte).

 

 

Die geforderte eindeutige Identifizierung und Dokumentation der Herkunft kann z.B. durch geeignete Lieferscheine erfolgen. Die Aufbewahrungsfrist dieser Lieferscheine beträgt fünf Jahre ab Lieferdatum. Die Jäger müssen die geforderten Angaben tagesaktuell zur Verfügung stellen können, wenn sie Lebensmittel an andere Lebensmittelunternehmer abgeben.

 

Bei losen Lebensmitteln wie z.B. Wildkörper in der Decke, aber auch bei Wildfleisch, muss die Beschreibung des Lebensmittels im Rahmen der Dokumentation der Herkunft den tatsächlichen Zustand wiedergeben (z.B. Rehwild aufgebrochen in der Decke). Die Mengenangabe kann wahlweise in Stückzahl (z.B. x Stück Rehwild) oder in Gewicht angegeben werden.

 

Wir empfehlen für die Identifikation des Lebensmittels die Verwendung des unter nachfolgend genanntem Link beim BJV erhältlichen Vordrucks, da es derzeit keine amtlichen Formulare gibt:

 

http://www.jagd-bayern.de/fileadmin/_Allgemein/_Dokumente/formulare/Rueckverfolgbarkeit_von_Wildbret.pdf

 

Es darf nur Wild bzw. Wildbret in den Lebensmittelverkehr gebracht werden,

- das nach jagdrechtlichen Vorschriften erlegt wurde (kein verunfalltes Wild und Fallwild),

- bei dem vor und nach dem Erlegen keine bedenklichen Merkmale festgestellt wurden, 

- das nur in kleiner Menge (Strecke eines Jagdtages) im Umkreis von 100 km um den Erlegungsort oder den Wohnort des

  Revierinhabers direkt an Endverbraucher abgegeben wird.

 

Trichinenträger (Schwarzwild, alle Fleisch- und Allesfresser und Nutria) müssen, wenn sie zum menschlichen Verzehr bestimmt sind, grundsätzlich immer auf Trichinen untersucht werden.

 

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass bei Zuwiderhandlung mit (straf-)rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden muss und bitten daher um Einhaltung der Regelungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. April 2016 um 09:18 Uhr